Wilhelm Börner
Bildung
Menschenrechte, Soziales
Bildung
Menschenrechte, Soziales
Wilhelm Börner (1882 - 1951) war Schriftsteller, Philosoph, Pazifist und als Hauptvertreter der freireligiösen Moralpädagogik ein Vorkämpfer der Friedensbewegung in Österreich.
Wilhelm Börner in WIenGeschichteWiki. Börner lebte 46 Jahre lang, bis zu seiner Vertreibung 1938, in der Oberen Viaduktgasse 32 in Wien. Er studierte u.a. bei Friedrich Jodl und setzte sich wie Jodl für eine strikte Trennung von Kirche und Staat ein und für einen konfessionslosen Moralunterricht anstatt des konfessionellen Religionsunterrichts an Schulen. Börner war langjähriges Mitglied der Ethischen Gemeinde sowie beim Wiener Volksbildungsverein und wurde 1912 zum ersten Zentralsekretär der österreichischen Freidenker ernannt. 1913 übersiedelte er nach Leipzig und 1914 erschien sein Buch "Charakterbildung für Kinder". Börner war zuerst Sekretär und ab 1919 Leiter der "Ethischen Gemeinde" in deren Angebot auch Kurse für Kinder in "Sittlicher Lebenskunde", Einführungskurse in die Ethik für Lehrer am Pädagogischen Institut der Stadt Wien, Vorträge in Elternvereinigungen und in der Gesellschaft für Friedenserziehung – häufig von Börner selbst gehalten. Ab 1926 befasste sich Wilhelm Börner verstärkt mit dem Thema Suizid und eröffnete eine "Beratungsstelle für Lebensmüde". 1938 musste Börner mit seiner Frau das Land verlassen und setzten sich im New Yorker Exil für andere Flüchtlinge aus Europa ein.
Themen/Gruppen: Bildung, Menschenrechte, Soziales
Adresse: Wien 3, Obere Viaduktgasse 32